Digitale Allmend

Die schweizerischen Gedächtnisinstitutionen nennen immense Kulturschätze ihr eigen, und seit Jahren werden kontinuierlich Teile davon digitalisiert zur Verfügung gestellt. Diese digitalen oder digitalisierten Werke stehen in der Public Domain, also auf der digitalen Allmend. Aber da gibt es ein Problem: Ein Digitalisat kann schlechterdings alles sein – von der eingescannten Federzeichnung bis zur Metadatentabelle –, und mit vielen dieser Daten kann die Öffentlichkeit nichts anfangen. Zum anderen sind Daten eben bloss Daten und, ohne Bedeutung und Kontext, noch lange keine Information (pdf).

Um dieses Problem zu lösen, braucht es zweierlei: Die Öffentlichkeit, aber auch die Dateneigentümer, müssen über die Wichtigkeit der Public Domain aufgeklärt werden. Und öffentliche Daten müssen transformiert und kontextualisiert werden. Ein wichtiger Akteur ist die Arbeitsgruppe GLAM («Galleries, Libraries, Archives, Museums») von Open Data Schweiz, die seit 2015 jährlich einen «Swiss Open Cultural Data Hackathon» veranstaltet. Dieser hat das Ziel, Kultur- und Bildungsinstitutionen, Datenprovider und Multimediaproduzentinnen an einen Tisch zu bringen, damit der Datenrohstoff zum Informationsprodukt (und damit überhaupt erst zur Grundlage künftigen Wissens) werden kann.

Als einer dieser Kulturdaten-Hacker bin ich eingeladen worden, anlässlich der Tagung «Public Domain: Beispiele, Ideen, Perspektiven» vom Montag, 24. April 2017, in Basel meine beiden bisherigen Hacks «Tarot Freecell» und «Manesse Gammon» vorzustellen und anhand dieser beiden Beispiele aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen aus Daten Information (und aus Information Bildung) werden kann.


«Tarot Freecell» (Projektdokumentation, 2015)


«Manesse Gammon» (Projektdokumentation, 2016)

Podcast «100 Sekunden»


Radio: Illustration aus «Nerdcore»

Radio, dieses älteste und nach wie vor glaubwürdigste aller Massenmedien, hat eine grosse Vergangenheit – und eine ganze Reihe multimedialer Zukünfte. Eine davon heisst Podcasting, die Möglichkeit also, Hörfolgen ganz einfach zu abonnieren. Podcasting ist ein Verbreitungsweg, der zur Zeit dank iTunes von Apple oder dem Play Store von Google einen regelrechten Boom erlebt. Höchste Zeit also, aus meinem Hörlexikon «100 Sekunden» endlich einen veritablen, mit allen gängigen Plattformen kompatiblen Podcast zu machen. Gesagt, getan.

PS: Wie das geht? Neuen Podcast hinzufügen, den URL des Podcast-Feeds http://www.100-sekunden.ch/rss/podcast eingeben, fertig. Und dann: Dran bleiben und hinhören.

PPS: Oder im iTunes Store einfach nach «100 Sekunden» suchen. Voilà.

Von Galliern und Gänsen

Es ist soweit: Nach dem erfolgreichen Crowdfunding auf Wemakeit ist mein neues Buch «Bare Münze – Gallier und heilige Gänse: Was es über Geld zu wissen gibt» erschienen. 132 Seiten, 49 Illustrationen, 24 Franken: «Bare Münze» gibt's beim Basler Verlag Johannes Petri, in der Buchhandlung und auf Amazon – als Band für den Nachttisch oder als E-Book fürs Tablet.


Weibel, Thomas (2017): «Bare Münze – Gallier und heilige Gänse: Was es über Geld zu wissen gibt». Basel, Verlag Johannes Petri.

We made it

«Bare Münze»: Ein reich illustriertes und gebundenes Buch, das von Geld und Geschichte handelt, erzählt nicht nur von, sondern kostet auch Geld. Und weil Münzen bekanntlich nicht auf Bäumen wachsen, hat der Basler Verlag Johannes Petri eine Crowdfunding-Kampagne auf Wemakeit gestartet.

Ob À-fonds-perdu-Beitrag, ob signiertes und gewidmetes Buchexemplar oder gar eine ausgewachsene Lesung in der Firma: Mit der tatkräftigen Hilfe von 30 Unterstützerinnen und Unterstützern haben wir's geschafft. «Bare Münze» geht in Druck. In drei Wochen liegen die ersten Bände in den Buchhandlungen.

We made it. Grossartig. Danke.

Best of Digezz

Das Herbstsemester 2016/17 ist Geschichte, und die Arbeiten meiner Studierenden auf der Studierendenplattform «Digezz» liegen vor. Ob die künstlerische Reflexion über Einsamkeit «Lux», die instrumentale Weltreise «40 075 Kilometer», die nachdenklich machenden Generationengespräche oder den augenzwinkernden Blick in den Schminkspiegel «The Makeover»: Vorhang auf für die Best of «Digezz».

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