Geld ist geil

Mein Buch «Bare Münze», das diesen April im Basler Verlag Johannes Petri erschienen ist, hat in der Presse eine über Erwarten grosse Resonanz gefunden. Das St. Galler Tagblatt, die Thurgauer Zeitung, die Luzerner Zeitung, Der Bote der Urschweiz, der Berner «Bund» und das Wirtschaftsmagazin «Saldo» waren von meinen 49 Geldgeschichten sehr angetan. Ich hätte es womöglich nicht ganz so ausgedrückt wie Rezensentin Valeria Heintges, aber es ist nicht von der Hand zu weisen: Nicht nur Geiz, sondern auch Geld ist geil.

Und daher schreibe ich weiter: À suivre.

Leonardo multimedial

Die Wissenschaft steht vor einem Problem: Sie ist darauf angewiesen, mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren, die sie finanziert. Diese Kommunikation aber verliert zunehmend ihr Publikum: Besonders nicht-wissenschaftsaffine Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen und denen die Wissenschaft durchaus berufliche Perspektiven aufzuzeigen vermöchte, nutzen keine der althergebrachten Kanäle. Das Forschungsprojekt «Leonardo multimedial» nimmt sich dieses Problems an. Als Teil eines Teams von Multimediaproduzenten und Sozialwissenschaftlern habe ich vor, die Unbefangenheit und das Geschick Jugendlicher im Umgang mit neuen Technologien in den Dienst der Wissenschaftskommunikation zu stellen.

Jugendliche sollen mit ihren eigenen Geräten (Handys, Tablets, Notebooks) nach dem Prinzip «Bring your own device» multimediale Wissenschaftsreportagen produzieren und innerhalb ihrer jeweiligen Peer-Gruppen verbreiten. Kurse, Praxisübungen und Coaching sollen sie zu Videoreportern machen, die Forschung in Form eigener Clips thematisieren und über ihre eigenen Social-Media-Kanäle Eltern, Geschwistern, Kolleginnen und Freunden näher bringen. Auf diese Weise will das durch die Gebert-Rüf-Stiftung finanzierte Projekt Jugendliche für multimediales Produzieren ebenso begeistern wie für die Vielfalt wissenschaftlicher Forschung in der Schweiz.

Ungezügelt


Larry Laffer: Illustration aus «Nerdcore»

Denken ist das Ordnen des Tuns. Ordnung macht uns erst zum Menschen: Sie bringt sinnstiftende Struktur ins naturgegebene Chaos. Das Ordnen von Gedanken und Handlungen, Gegenständen und Sachverhalten ist das Fundament des Erkennens. Ordnung aber verlangt Disziplin – und die ist nur um den Preis der Selbstüberwindung zu haben. Uns zu disziplinieren, mit dem Ordnen unseres Selbst niemals nachzulassen, zählt zum genetischen Code der Leistungsgesellschaft.

Disziplin, so lernen wir von Kindesbeinen an, ist der erste Schritt auf dem Weg zum Erfolg. Dabei geht allzu gern vergessen, dass sich unsere Natur nur selten an menschengemachte Ordnung hält. So manchen Staatsmännern, Erfindern, Künstlerinnen, die sich Grosses abverlangt und die Grosses geleistet haben, waren Wesenszüge zu eigen, die sich keine Zügel anlegen liessen, und die sich dem tückischen, sprudelnden, lebensprallen Chaos verschrieben, das am Ende vielleicht mehr mit Triumphen zu tun hat, als unser puritanisches Erbe uns glauben machen will.

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Dieser Text entstand im Auftrag der LGT-Bankengruppe, Vaduz, und wird im September 2017 im Magazin «Credo» erscheinen.

Larry Laffer, Radio SRF 2 Kultur, «100 Sekunden Wissen», 6. Februar 2010

 
 
 

Blues Green live

Vor genau drei Jahren: Blues Green live in der altehrwürdigen Mahogany Hall, Bern: Damn Your Eyes.

Uster Memory

Der erste «#Zack Zürcher Archiv Hackday» im Staatsarchiv Zürich. (Bild: Christian Sieber)

Update: Der erste «#Zack Zürcher Archiv Hackday» ist Geschichte. Eine nicht unendliche zwar, aber eine ergiebige: Die staunenswerten Datenvisualisierungen des #Zack17 sprechen eine deutliche Sprache. Ich habe Fotos des Ustermer Unternehmers und Fotografen Julius Guyer (1893-1909) in den Prototypen eines Memory-Spiels verwandelt. À suivre à Lausanne.


«Uster Memory» (Projektdokumentation, 2017)

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