Teebeutel

Was für ein Mensch sind Sie? Eine Kaffeetrinkerin – oder ein Kaffeemuffel, der morgens lieber Tee trinkt? Wenn Sie ein Teemensch sind, dann haben Sie heute morgen vermutlich zu einer Erfindung gegriffen, die das Teetrinken revolutioniert hat: dem Teebeutel. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Der Urcomputer

Vor 15 Jahren habe ich begonnen, mich mit dem Mechanismus von Antikythera auseinanderzusetzen, und seither haben mich die 1901 auf dem Meeresgrund gefundenen Überreste des 2100 Jahre alten analogen Astronomiecomputers nicht mehr losgelassen. Ich las wissenschaftliche Papers, ich besuchte den Technikhistoriker Ludwig Oechslin im Internationalen Uhrenmuseum in La-Chaux-de-Fonds, ich flog nach London und trank Tee mit dem Mathematiker Tony Freeth, ich schrieb Zeitungs- und Blogartikel, und letztes Jahr programmierte ich meine eigene Simulation.

Um den kongenialen Apparat noch besser zu verstehen – und um den Astronomen und Mechanikern aus dem antiken Griechenland die Ehre zu erweisen –, habe ich nun eine zweite Replika geschaffen, diesmal aber in virtueller Bronze und in 3D. Auf dass alle, die sich über diesen für die Wissenschaftsgeschichte epochalen Fund informieren wollen, sozusagen ihr persönliches Studienexemplar zur Verfügung haben. Open Science, Open Tech und Open Source machen's möglich.


Der Mechanismus von Antikythera, detailgetreuer Getriebenachbau in Virtual Reality.

 

Patent Ochsner

Über Generationen hinweg gehörte das morgendliche Scheppern der Kehrichtabfuhr zum Schweizer Alltag. Es stammte von den feuerverzinkten Abfalleimern des findigen Zürcher Unternehmers Jakob Ochsner. Eine Erfindung, die Entsorgungs- und Kulturgeschichte geschrieben hat: Mein neuer Beitrag im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums und auf Watson.

Palast

Könige, so steht es in den Märchen der Gebrüder Grimm zu lesen, wohnen nicht in Häusern oder Villen, sondern in Palästen. Der Palast aber stammt nicht aus der Märchenwelt, sondern vielmehr aus dem alten Rom. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Singschule Sense

Schweizer Pop von Baschi bis Bligg, von Rään bis Trauffer, von Nemo und Dodo bis Polo Hofer, von Fabienne Louves und Marc Sway bis Plüsch und von Patent Ochsner bis Züri West: Dem Schlussapplaus mit über 149 Dezibel (argh!) nach zu schliessen, war der grosse Chor-Contest der Kinder- und Jugendchöre der Singschule Sense am 23. und 24. März in der Mehrzweckhalle Plaffeien FR ein voller Erfolg. Jean-Luc Gassmann, Christoph Thiel, Daniel Boschung und ich haben das Soundfundament gelegt, die wahren Stars aber waren die Sängerinnen und Sänger von 5 bis 25. Dieser Chor-Contest war, nach der Jazz-Messe des Freiburger Choeur Symphonique, als Bassist bereits mein zweites Chorprojekt. Und es wird mit Sicherheit nicht das letzte gewesen sein.


Die drei gestrengen Damen von der Jury und die Band, bestehend aus Jean-Luc Gassmann (p), Christoph Thiel (g), Daniel Boschung (dr) und myself (b).

Mach es wie die Sonnenuhr

«Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heit’ren Stunden nur», haben wir als Kinder in zahllose Poesiealben geschrieben. Forscherinnen der Universität Basel fanden nun heraus: Als Zeitmesser dient die Sonnenuhr seit mindestens 3200 Jahren. Am 19. Februar 2013 entdeckte ein Grabungsteam der Universität Basel im ägyptischen Tal der Könige eine Kalksteinplatte, die auf ihrer Vorderseite eine aufgemalte Sonnenuhr trägt. Am Scheitelpunkt befindet sich eine Bohrung, die für den Schattenwerfer bestimmt war, einen Stab aus Holz oder Metall.


Die altägyptische Sonnenuhr als interaktive Animation mit dem Namen des Sonnengottes «Ra».

Die Uhr wurde von Arbeitern hergestellt, die mit Malerarbeiten in den nahegelegenen Gräbern hochgesteller Persönlichkeiten beschäftigt waren. Sie stammt aus der Zeit von Pharao Sethos II und seiner Gemahlin Tausret um 1200 v. Chr. und ist damit eine ältesten der Menschheitsgeschichte. Mein neuer Beitrag im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums, auf Watson und auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Aller guten Dinge sind zehn

Anfang 2015 stiess ich, mehr oder weniger zufällig, auf einen Newsletter, der die Durchführung des ersten Schweizer Kulturdaten-Hackatons ankündigte. Und ohne genau zu wissen, worum es da genau geht, fand ich mich, zusammen mit über 100 weiteren Unentwegten, am 27. Februar in der Nationalbibliothek im Berner Kirchenfeldquartier ein. Der Swiss Open Cultural Data Hackathon sollte mir ein digitales Zuhause werden: An jeder der bisher neun Durchführungen habe ich einen Hack entwickelt – Tarot Freecell (Bern, 2015), Manesse Gammon (Basel, 2016), Gutenberg Memory (Lausanne, 2017), Letterjongg (Zürich, 2018), Back to the Greek Universe (Sion, 2019), swissAR (Chur, 2020), helvetiX (Zürich, 2021), Mont (Lugano, 2022) und Ra (Genf, 2023).


Glamhacks 2015–2023.

Keine Frage, dass ich mir auch die Jubiläumsausgabe, den Glamhack 24, nicht entgehen lasse: In der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern werde ich am 6. und 7. September mein Projekt einer digitalen Nachbildung des Mechanismus von Antikythera weiterentwickeln, so dass ich ihn als kompaktes, animiertes VR-Modell unter einer offenen Lizenz werde zum Download anbieten können. Auf Wiedersehen in Luzern!

 
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