#glamhack20

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Der 6th Swiss Open Cultural Data Hackathon wird am 5. und 6. Juni 2020 an der Fachhochschule Graubünden (FHGR) in Chur stattfinden. Heute findet in Zürich die offizielle Kickoff-Veranstaltung der Arbeitsgruppe OpenGLAM von Open Data Schweiz, der FHGR, des Schweizerischen Nationalmuseums, des Schweizerischen Sozialarchivs und der Zentralbibliothek Zürich statt. Bisherige Hackathons, Beteiligung von Institutionen, Motivation der Studierenden, Pre-Events und Vorschau auf mögliche neue Glamhacks: Auch die sechste Ausgabe des Schweizer Kulturdaten-Hackathons wird von sich reden machen.


Kulturdatenhacker unter sich: Gruppenfoto am 5th Swiss Open Cultural Data Hackathon, 6.-8. September 2019 in Les Arsenaux, Sion. (Bild: Charlotte Mader/Infoclio)

 

Doppeltes Spiel

Spione sind durchaus treu – bloss nicht dem Land, in dem sie leben. Aber es gibt Agenten, die kennen mehr als eine Loyalität: Doppelagenten spionieren gleich in beide Richtungen – für und gegen die eine wie die andere Regierung. Von Mata Hari bis Kim Philby, von Alfred Redl bis «Bambi»: Ein Ausflug ins Halbdunkel geheimdienstlicher Scharaden.

 

Dieser Text entstand im Auftrag der LGT-Bankengruppe, Vaduz, und ist im Oktober 2019 im Magazin «Credo» erschienen.

Kreatives Medienlabor

Vor genau einem Jahr hat mich die Universität Mainz zum ersten Mal angefragt, und heute, nach einem Jahr des Beratens, Konzipierens und Gestaltens, hat das neue Kreative Medienlabor seinen Unterricht aufgenommen. Hochschule und Universität Mainz, Bachelor- und Masterstudiengänge der Disziplinen Audiovisuelles Publizieren, Journalismus, Filmwissenschaft, Mediendramaturgie oder Zeitbasierte Medien: Das kreative Medienlabor, geleitet von den beiden Dozenten Philipp Neuweiler und Jens Hartmann, orientiert sich stark an der Modulfolge «Konvergent Produzieren» und der Plattform Digezz des Joint-Degree-Bachelorstudiums Multimedia Production/Media Engineering von Fachhochschule Graubünden und Hochschule der Künste Bern. Interaktive und journalistische Formate, Kurz-, Dokumentar-, Essay-, Animations- und Erklärfilme: Auf die Arbeiten darf man gespannt sein.

Update, 23. November 2019: Ein erster intensiver Coaching-Tag am Journalistischen Seminar ist vorüber. Ein multimediales Kinderbuch über das Übernehmen von Verantwortung, eine zweiteilige Rauminstallation zum Thema Reizüberflutung, ein interaktiver Film über Burnout und eine Onlinekarte mit Kurzporträts von Mainzerinnen und Mainzern - hier wird Journalismus neu erfunden. À suivre!

Prix Europa

Von 6. bis 12. Oktober findet in Potsdam zum 33. Mal der Prix Europa statt, das grösste europäische Medienfestival für öffentliches Radio, Fernsehen und Multimedia. Seit 21 Jahren bin ich mit dabei, mal als Referent, mal als Liveblogger, fast jedesmal als Mitglied der Online-Jury. Meine ganz persönliche Shortlist der grossartigsten Multimediaproduktionen Europas wird lang und länger.

 

Daten^7

«Daten^7 – digitales BilderLeben» lautet das Thema der Tagung, die das Prometheus-Bildarchiv am 1./2. Oktober an der Universität zu Köln veranstaltet. Im Fokus steht der gesamte Lebenszyklus digitaler Bilder: ihre Erstellung, Modellierung, Anreicherung, Analyse, Archivierung, Zurverfügungstellung und, in meinen Augen ganz besonders wichtig, ihre Nachnutzung.

Denn mit Letzterer steht es nicht zum besten. Selbst wenn sich Gedächtnisinstitutionen wie Museen, Bibliotheken, Galerien und Archive dazu entschliessen, digitale Bilder unter freien Lizenzen zu veröffentlichen, bleibt eine Nutzung dieser Bilddaten – mit Ausnahme jener durch die Wissenschaft – in den meisten Fällen aus. Ein Hauptzweck der Datenpublikation wird auf diese Weise gänzlich verfehlt.

Dabei ginge es auch anders. Daten müssen raus aus dem Haus. Bootcamps, Codecamps, Coding Contests, Roadshows, in Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten, mit Künstlerinnen und Codern, haben sich bewährt. Plattformen wie «Coding da Vinci» in Deutschland oder der Swiss Open Cultural Data Hackathon in der Schweiz sind Wundertüten, aus denen unerwartete, verblüffende Prototypen purzeln, die sich zuvor niemand hätte vorstellen können.

In Köln werde ich daher ein Plädoyer für eine Datenpublikation der etwas energischeren Art halten. Nur so lässt sich das kulturelle Potential nutzen, das in digitalen Bildern steckt. Packen wir's an.


«Letterjongg» (26.–28. Oktober 2018, Projektdokumentation im Wiki von Open Data Schweiz)

 
 
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