Altiswiss 2

Vor gut drei Jahren kam ich auf die Idee, ein Altimeter für unterwegs zu bauen – nicht mit einem Barometer wie bei realen Höhenmessern, sondern vielmehr auf der Basis der HTML Geolocation API sowie des digitalen Höhenmodells der Schweiz, das beim Bundesamt für Landestopografie als Open Data frei erhältlich ist. Altiswiss wurde prompt in die Liste der Showcases von opendata.swiss, der Datenplattform des Bundes und der Kantone, aufgenommen. Als ich nun auf die fotorealistische Vektorgrafik eines Altimeters stiess, wie es in den Cockpits von Flugzeugen zu finden ist, war die Zeit für einen Umbau meines Höhenmessers gekommen.


Altiswiss 2: Ein datengetriebener Höhenmesser für die Schweiz. (Bild: Wikimedia)

Befindet man sich innerhalb der Schweizer Landesgrenzen und lässt eine Geolokalisierung zu, interpoliert das virtuelle Gerät die aktuelle Meereshöhe in Metern und zeigt sie analog, mittels Zeigern und Zahlenkranz, sowie digital an. Um das Gerät zurückzusetzen und die Höhe neu zu messen, reicht ein Klick auf den Reset-Button unten rechts. Et voilà: Altiswiss 2 – für alle, die hoch hinaus wollen.

 

Tribute to Django

Vier Jahre ist es her, da hinterliess ich dem Freiburger Saxofonisten André Rossier eine Nachricht. Ob wir uns, wenn wir denn wegen pandemiebedingter Einschränkungen schon nicht proben konnten, gemeinsam eine Version von «Nuages» vornehmen wollten, einen Titel des belgisch-französischen Gitarristen Django Reinhardt (1910–1953).


(Bild: Patrick Caloz)

Und ob wir konnten. Hier ist unser minimalistischer Take, als Geschenk an alle, die unter Jazz mehr als bloss einen Musikstil mit vier Buchstaben verstehen. A tribute to Django – Nuages (mp3, André Rossier ts, Willi Marti dr, myself b).

 
 
 
 
 
 

4:12

Vierter Streich

Eigentlich war's bloss ein Spässchen, programmiert an einem verregneten Dezembernachmittag 2025: Meine aus lauter Emojis bestehende Landeskarte namens Confœderatio Emojica, die mithilfe der HTML Geolocation API auch gleich die aktuelle Position anzeigt. Die Emojis stammen aus dem Projekt OpenMoji der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch-Gmünd.

Weil opendata.swiss, das Datenportal der Schweizer Behörden, stets an Beispielen dafür interessiert ist, was Bastler mit den offenen Daten von Bund und Kantonen so alles anstellen, hat nun die Geschäftsstelle Open Government Data im Bundesamt für Statistik meine Emoji-Karte als Showcase publiziert, wo schon meine früheren Anwendungen swisspeaX, Altiswiss und Mont zu finden sind.

Nach meiner verspielten Landeskarte liesse sich mit Wilhelm Busch sagen: Dieses war der vierte Streich, und der fünfte folgt sogleich. Will heissen: Fortsetzung folgt.


Confœderatio emojica: Eine Emoji-Karte der Schweiz, Geolocation inklusive.

 

Planet Helvetia

Tu felix Helvetia: In der Vorstellung vieler ist die Schweiz eine Insel der Glückseligen, ja mehr noch: ein glücklicher Planet in einem unwirtlichen Universum. Warum also nicht den Himmelskörper Schweiz in 3D visualisieren? Voilà: Planet Helvetia.


Planet Helvetia: Die Schweiz als interaktiver Globus.

 

Earth cube

Was, wenn die Erde keine Kugel, sondern vielmehr ein Würfel wäre? Der erste, der sich diese Frage in aller Ernsthaftigkeit stellte, war 1986 der im Computer Graphics Lab des New York Institute of Technology arbeitende Wissenschaftler Ned Greene. In seinem Aufsatz Environment Mapping and Other Applications of World Projections schlug er eine für die Kartografie neue Projektion vor, die Würfelprojektion (cube projection). Diese Art der Karten- oder Objektdarstellung bildet einen dreidimensionalen Körper, also zum Beispiel den Planeten Erde, in sechs quadratischen Flächen ab, die zusammen einen Würfel mit nahtloser Textur ergeben.

Ende des 20. Jahrhunderts waren Würfelprojektionen hard- und softwaretechnisch noch eine Herausforderung. Heute dagegen lassen sie sich mit gängigen Tools ohne weiteres errechnen, und selbst eine einfache Webseite kann, allein mit Javascript und CSS, im Browser einen solchen Würfel dreidimensional animieren und korrekt ausleuchten. Vorhang auf für mein <4kb kleines Projekt Earth Cube.


Earth Cube: Animierte Ansicht des Planeten Erde in Würfelprojektion.

 

Nabel der Welt

So mancher Herrscher hält sich für den Nabel der Welt – und ist damit in guter Gesellschaft. Denn solches tun viele, denen etwas mehr Bescheidenheit besser anstünde. Den Nabel der Welt, den aber gibt’s tatsächlich. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Höhen und Tiefen

Die frühen Kartografen standen vor demselben Problem wie wir, wenn wir uns etwa mit Virtual Reality beschäftigen: Wie bringt man eine räumliche Darstellung auf ein zweidimensionales Medium wie Papier oder einen Bildschirm? Die historische Dufourkarte der Schweiz (1845–1865), ein Meilenstein in der Geschichte der Kartografie, löste das Problem durch geschickt angeordnete Höhenlinien und Schraffuren, um die Illusion einer dreidimensionalen Landschaft zu erzeugen und so einen Eindruck von der realen Topografie der Schweiz zu vermitteln.

Dasselbe lässt sich virtuell reproduzieren. Aus dem digitalen Höhenmodell der Schweiz, frei verfügbar beim Bundesamt für Landestopografie Swisstopo, habe ich einen Array extrahiert, der für jeden verfügbaren Messpunkt die millimetergenaue Höhe über Meer enthält. Zeichnet man nun die Höhenwerte in 200-Meter-Breitenschritten nach, ergibt sich eine dreidimensional wirkende Darstellung der Landschaft, die dem historischen Kartenwerk nachempfunden ist. So gesehen ist mein <2kb kleines, auf HTML Canvas basierendes Projekt Toposwiss eine Hommage an die Pioniere im damaligen Eidgenössischen Topographischen Bureau unter der Leitung von Guillaume Henri Dufour.


Toposwiss: Räumlich wirkende topografische Darstellung der Schweiz.

 
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