Stewi

1947 erfand der Winterthurer Walter Steiner den Stewi. Was als zusammenklappbare Wäschespinne begann, wurde zum Designklassiker und zum jahrzehntelangen Bestandteil des Schweizer Landschaftsbildes. Mein neuer Beitrag im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums.

De re publica

2017 war ich mit einem lightning talk über mein Projekt «100 Sekunden» da, 2019 mit meinem Vortrag «Raus aus dem Museum!», und dieses Jahr war ich mal wieder nur gewöhnlicher Besucher. Ein ungemein interessierter allerdings: Künstliche Intelligenz, Plattform-Oligopole, rechtsextreme Politik und wie wir den Raum der sozialen Medien wieder zurückgewinnen müssen: Die re:publica in Berlin, jene ganz besondere Mischung aus Konferenz und Messe zu Netzpolitik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft, bot einmal mehr jede Menge food for thought. Post:publica ist prae:publica – auf Wiedersehen nächstes Jahr in der Station Berlin.


Talk «Raus aus dem Museum!» auf der re:publica 2019.

Andi Steiner †

Vor 16 Jahren hatte Andi Steiner seinen ersten Auftritt im Probenkeller meiner Band Blues Green an der Konsumstrasse in Bern. Viele Konzerte haben wir zusammen gespielt, und als mir Andi in der obligaten Wartezeit zwischen Soundcheck und Gig einmal erzählte, er würde gerne mehr unterrichten, habe ich ihn kurzerhand als Lehrbeauftragten an meine damalige Hochschule geholt. Zehn Jahre lang hat er das Fach «Make it sound», das ich kurz zuvor konzipiert hatte, mit viel Geschick und Engagement geleitet und zum beliebtesten Wahlpflichtmodul des gesamten Studiengangs gemacht.

Vorgestern Nacht, am 13. Mai, ist Andi überraschend verstorben. Wir werden ihn, seine Freundschaft und seinen Humor sehr vermissen. Farewell, Andi.

Blues Green in der Berner Mahogany Hall, 20. Juni 2013: Everyday I Have the Blues (Lucio Crivellotto voc, g; Christoph Thiel p; Thomas Weibel b; Heinz Richner dr; Markus Karl ts und Andi Steiner tp).

Römische Dodekaeder

Bei Ausgrabungen tauchen in Europa immer wieder Gegenstände auf, deren Rätsel ungelöst ist: die sogenannten römischen Dodekaeder – ein archäologisches Rätsel, das bis heute ungelöst ist. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Von Antikythera zum 3D-Druck

Als ich vor 15 Jahren meinen ersten Artikel über den Mechanismus von Antikythera schrieb, tat ich dies wie stets nach einer gründlichen Recherche, die mich bis zum damaligen lead researcher in der Sache, dem Mathematiker und Dokumentarfilmer Tony Freeth, nach London geführt hatte. Ich ahnte noch nicht, dass dies erst ein bescheidener Anfang war: Über diesen staunenswerten astronomischen Kalenderrechner sollte ich noch eine ganze Reihe von Artikeln schreiben, den historischen Apparat erst in 2D, danach in 3D nachkonstruieren, um schliesslich dem antiken Beispiel folgend eigene Mondrechner zu bauen, zuerst als interaktive Visualisierung, danach gar als mechanischen Rechner.


Mechanischer Mondrechner «Meton» (3D-Druck bzw. Eichenholz und Stahl).

Nun ist die Peer Review abgeschlossen, und meine jahrelange Untersuchung wird als wissenschaftliches Paper publiziert. Wer bis zum offiziellen Erscheinungstermin nicht warten mag: Hier gibt's meinen Aufsatz From Antikythera to 3D Modeling: The Moon Machine zum Download.

Showtime

15 Jahre ist es her, da haben Veranstalter Jean-Christophe Despond und wir von Blues Green einander kennengelernt. Ein volles Dutzend Mal sind wir bei ihm aufgetreten, zuerst am City Beach namens «Fribourg Plage», dann im Freiburger Stadtclub «Sous-sol» und, als er schliesslich das Restaurant «La Pinte» in seinem Heimatdorf Farvagny übernahm, im neu gebauten Konzertlokal «La Petite Pinte».

Nun bricht Jean-Christophe auf zu neuen Ufern, und Ende Juni schliesst «La Petite Pinte» ihre Tore – ein herber Verlust für die ganze Region. Unser letzter Gig vom 1. November 2025 wird uns ganz besonders in Erinnerung bleiben – auch dank der Konzertvideos, die heute erschienen sind. Vorhang auf für «Why Did You Do It».

Blues Green am 1. November 2025 live in der Petite Pinte, Farvagny FR. (Video: Benoît Perritaz)

 

Pixel World

Landkarten haben den Zweck, den topografischen Raum zu erfassen und möglichst exakt auf eine Ebene zu projizieren. Genau das versuchen seit jeher auch Computerspiele – anfänglich nur monochrom und in 2D, heute in täuschend echten räumlichen Darstellungen. Warum also nicht die Landschaft mithilfe von Game Art abbilden? Pixelland, meine isometrische Karte der Schweiz, und meine Weltkarte Pixel World sind Hommagen an die frühen Games mit ihrer grobpixeligen 8-Bit-Grafik. Und an Künstler wie Scrabling, die ihre Game Art der Welt unter offenen Lizenzen zur Verfügung stellen.


Pixel World: Weltkarte aus 20 000 isometrischen 8-Bit-Kacheln.

 
1 2 3 4 5 6 ... 53
 

Weiter zu Youtube? Lesen Sie dazu die Datenschutzerklärung.