A night to remember

Gestern abend traten Blues Green bereits zum viertel Mal in der Bar La petite pinte in Farvagny FR auf. Wer nicht dabei war, ist selber schuld. Was es auf die Ohren gegeben hätte, zeigt dieses Video, aufgenommen am selben Ort, etwas mehr als ein Jahr zuvor. A night to remember eben.

Barbara Andrey (voc), Lucio Crivellotto (g, voc), Christoph Thiel (g, voc), Jean-Luc Gassmann (p), Denis Pittet (tp), Markus Karl (sax), Samuel Bertschinger (tb), Willi Marti (dr) und myself (b). (Video: Benoît Perritaz)

Experte

Es gibt Experten für jedes Land der Erde, Expertinnen für jede Sportart, für Royals, Benimmregeln und Nagellackfarben. Nur: Was genau macht einen Experten aus? Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Open Education Day

Der Mechanismus von Antikythera, jener 2200 Jahre alte astronomische Kalenderrechner der alten Griechen, den ich als Simulation und als Replika nachgebaut habe, ist ein Beweis für den technisch-wissenschaftlichen Wissensstand der klassischen Antike, den Europa erst über ein Jahrtausend später wieder erreichen sollte. Fehlende gesellschaftliche Wertschätzung, ausbleibende Finanzierung, Krieg und Verfall: Das immense technische Wissen hinter diesem Apparat ging im Zuge des Niedergangs des antiken Griechenland verloren. Dies zeigt: Erkenntnisgewinn muss in der Allgemeinheit immer aufs Neue verankert werden, denn Wissen ist zerbrechlich.

Um den Zugang zu wissenschaftlichen Errungenschaften zu sichern und zu erweitern, ist es nötiger denn je, ein breites Engagement für Open Knowledge einzufordern: für Open Science, Open Data, Open Educational Resources, die Einhaltung offener Technologiestandards und nicht zuletzt die Verwendung von Open-Source-Software. Nur auf diese Weise können wir das Fundament des Wissens stärken und sicherstellen, dass Wissensfortschritt einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird und auch in Zukunft Nutzen stiften kann. Was das konkret bedeutet, darüber werde ich am Samstag, 4. Mai, an der Pädagogischen Hochschule Bern, sprechen. See you am Open Education Day 2024!

Freelancer

«Freier Mitarbeiter» heisst heute auf Neudeutsch «Freelancer». Ein Freelancer zu sein, war im Mittelalter allerdings eine durchaus kriegerische Angelegenheit. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Im Frühtau zu Berge

Nachdem ich meinen von Juli 2022 bis Januar 2023 dauernden Sabbatical dazu genutzt habe, meine Augmented-Reality-Webapp «Mont» zu programmieren – eine mobile Webseite, die alle Berggipfel und Hügelkuppen der Schweiz erkennen und auf dem Smartphone anzeigen kann –, kommt nun die akademische Weiterverwertung. Ende November habe ich an der International Conference on Creative\Media/Technologies im österreichischen St. Pölten über mein Projekt referiert, und nun liegt mein Paper vor, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Zwecks gelegentlicher Lektüre für Interessierte, am besten nach einer Bergwanderung im Gipfelrestaurant.


Hügelkette am Vierwaldstättersee, südlich von Weggis LU.

 

...und zum Zweiten

Vor 15 Jahren habe ich begonnen, mich mit dem Mechanismus von Antikythera auseinanderzusetzen, und seither haben mich die 1901 auf dem Meeresgrund gefundenen Überreste des 2100 Jahre alten analogen Astronomiecomputers nicht mehr losgelassen. Ich las wissenschaftliche Papers, ich besuchte den Technikhistoriker Ludwig Oechslin im Internationalen Uhrenmuseum in La-Chaux-de-Fonds, ich flog nach London und trank Tee mit dem Mathematiker Tony Freeth, ich schrieb Zeitungs- und Blogartikel, und letztes Jahr programmierte ich meine eigene Simulation.

Um den kongenialen Apparat noch besser zu verstehen – und um den Astronomen und Mechanikern aus dem antiken Griechenland die Ehre zu erweisen –, habe ich nun eine zweite Replika geschaffen, diesmal aber in virtueller Bronze und in 3D. Auf dass alle, die sich über diesen für die Wissenschaftsgeschichte epochalen Fund informieren wollen, sozusagen ihr persönliches Studienexemplar zur Verfügung haben. Open Science, Open Tech und Open Source machen's möglich.


Der Mechanismus von Antikythera, detailgetreuer Getriebenachbau in Virtual Reality.

 

Temporalstunde

«Temporalstunde» klingt wie «weisser Schimmel» oder «nasser Regen». Aber ein Pleonasmus sind Temporalstunden genau genommen nicht, denn sie waren anders als unsere heutigen Stunden. Eine kleine Geschichte der Zeitmessung. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 
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