Suncent

Vincent van Gogh (1853–1890) ist einer der Maler, der das Sonnenlicht einzufangen vermochte wie kaum ein Maler jemals zuvor. In seinen letzten drei Lebensjahren, namentlich in den Monaten, die er in Arles, Saint-Rémy-de-Provence und Auvers-sur-Oise verbrachte, geriet van Gogh in einen veritablen Schaffensrausch: Zeitweise schuf er an einem einzigen Tag eines der Gemälde, die heute als Schlüsselwerke des Post-Impressionismus gelten.

Weil van Gogh Lichtstimmungen und Landschaften derart meisterhaft auf die Leinwand bannte, drückt mein neues Projekt Suncent die jeweils aktuelle, an den genauen Standort angepasste fünf-Tage-Wettervorhersage nicht mit Icons oder Texten aus, sondern mit Gemälden, die van Goghs Eindrücke der vorhergesagten Wettersituation wiedergeben. So wartet jeder Tag mit einem zufällig ausgewählten, dem Wetter entsprechenden van Gogh auf.


Suncent: Fünf-Tage-Wettervorhersage mit Gemälden von Vincent van Gogh.

 

Hagelraketen

Für die Landwirtschaft ist Hagel eine existentielle Bedrohung. Jahrzehntelang versuchten Schweizer Bauern, mit Silberjodidraketen Unheil von ihrer Ernte fernzuhalten. 1986 aber liess ein Bericht der ETH Zürich die kühnen Hagelabwehrträume platzen. Mein neuer Beitrag im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums.

Overcast

Pullover? Regenschirm? Winterjacke? Wetterportale oder -Apps halten Unmengen von Daten und Visualisierungen bereit, doch sie haben eine grosse Schwäche, wenn wir eine schnelle Antwort auf die naheliegendste Frage suchen: Wie wird das Wetter in den nächsten 24 Stunden?

Overcast hält die Antwort bereit, auf einen Blick und für jeden Ort der Welt. Die Webapp nutzt Wetterdaten von Open Meteo; für Orte in der Schweiz werden die Daten von MeteoSchweiz genutzt. Der markierte Sektor zeigt das aktuelle Wetter an (Bewölkung, Niederschlag und Temperatur); im Uhrzeigersinn stehen die Prognosen für die jeweils nächsten 23 Stunden.

Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt, wie es ist? Bauernregeln waren gestern. Wetterprognosen, auf die Stunde genau: Damit wir nie mehr im Regen stehen.


Overcast: Lokale Wetterprognosen für die nächsten 24 Stunden.

 

Hawass

«Verzell ke Hawass» heisst in Schweizer Dialekten so viel wie «Erzähl keinen Quatsch». Das Wort stammt aus dem Ersten Weltkrieg und war ursprünglich die Bezeichnung für Fake News. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Striegel

Wer reitet, weiss: Ein Pferd muss täglich gepflegt werden, und der erste Schritt ist immer das Striegeln, von vorn nach hinten, am Hals, auf der Schulter, am Bauch und auf dem Rücken. Den Striegel kannten bereits die alten Römer und Griechen, allerdings nicht für Pferde, sondern vielmehr für sich selbst. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

World Barometer

Wettervorhersage nach alter Väter Sitte – mit einer Wetterstation, die den auf mittlere Meereshöhe reduzierten Luftdruck, die lokale Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und das Wetter anzeigt, wo immer man sich gerade befindet. Die Webapp World Barometer mit ihrem fotografischen Interface ruft, auf der Basis einer GPS-Lokalisierung, Wetterdaten von Open-Meteo ab; für die Schweiz werden die offenen Daten von MeteoSchweiz genutzt.

Ein Klick (oder Tippen) auf das Zifferblatt setzt den Messingzeiger auf den aktuellen Druck; ein Langklick (oder Tippen und Halten) misst Standort und Luftdruck neu. Der Suchen-Button ermöglicht die Anzeige der augenblicklichen Wetterdaten für jeden beliebigen Ort der Welt. Auf dass das Wetter von morgen nie mehr eine Überraschung sein möge.


World Barometer, datenbasiertes Barometer für Desktop und Smartphone.

 

Die Mondmaschine

Als ich vor 15 Jahren meinen ersten Artikel über den Mechanismus von Antikythera schrieb, tat ich dies wie stets nach einer gründlichen Recherche, die mich bis zum damaligen lead researcher in der Sache, dem Mathematiker und Dokumentarfilmer Tony Freeth, nach London geführt hatte. Ich ahnte noch nicht, dass dies erst ein bescheidener Anfang war: Über diesen staunenswerten astronomischen Kalenderrechner sollte ich noch eine ganze Reihe von Artikeln schreiben, den historischen Apparat erst in 2D, danach in 3D nachkonstruieren, um schliesslich eigene Mondrechner zu bauen, zuerst als interaktive Visualisierung, danach gar als mechanischen Rechner.


Mechanischer Mondrechner «Meton» (3D-Druck bzw. Eichenholz und Stahl).

Nun hat die Fachhochschule St. Pölten, wo ich meine Ergebnisse im vergangenen November anlässlich der International Conference on Creative Media Technologies präsentiert hatte, das Paper über meine jahrelange Untersuchung publiziert. Hier steht mein Aufsatz From Antikythera to 3D Modeling: The Moon Machine zum Download.

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