Als die Bilder laufen lernten

Das Forschungsprojekt «Leonardo multimedial» der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur und der Berner Fachhochschule läuft an: Der erste, in Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden durchgeführte Workhsop war ein voller Erfolg. Die beteiligten Jugendlichen haben kurze Wissenschaftsreportagen gefilmt, geschnitten und publiziert – alles mit dem Smartphone. Von künstlerischen Impressionen aus dem Berner Einstein-Museum zur Übernahme der Weltherrschaft durch die Ameisen, gefilmt im Naturhistorischen Museum Bern: Die Ergebnisse waren olympisch. Von den jungen Filmerinnen und Filmern wird noch einiges zu sehen sein.


Ameisenbau durch die Smartphone-Linse: Eine der Teilnehmerinnen beim Filmen im Naturhistorischen Museum Bern.

Unter Kollegen

Unter Kollegen: «Das Kapital» und «Bare Münze» in der Auslage der Buchhandlung Bider & Tanner am Bankverein in Basel.

«Dokka» in Karlsruhe


«Bleistift», Modelle vor und nach der Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung.

Vom 30. Mai bis 3. Juni 2018 findet in Karlsruhe das «Dokka»-Dokumentarfestival statt. «Dokka» ist eine deutschlandweite Bühne für Dokumentarfilme, dokumentarische Installationen und Radiofeatures. An diesem Festival beteiligt sich auch der Dokublog des Radiohistorikers und -machers Wolfram Wessels, und der Dokublog und die Sendung «Mehrspur» des deutschen Kulturradios SWR 2 sind dokumentarische Felsen in der Brandung des Begleitradiogeplätschers. In beiden war ich schon zu Gast: als Radioessayist und als Radioblogger. Aller guten Dinge sind drei: Mit einem eigenen Stück nehme ich am diesjährigen «Dokka»-Festival teil. Bühne frei für mein Drei-Minuten-Kurzfeature «Der Bleistift».

 
 
 

Republik der Zukunft

Voraussagen zur Zukunft der Medien zu machen, ist eine mission impossible. Dennoch musste ich heute Radio Zürichsee über die Erfolgschancen des gestern gestarteten Onlinemagazins «Republik» Red und Antwort stehen. Aufwändig recherchierte Hintergründe statt Promi-News und Katzenfotos, Sperrigkeit statt Stromlinienform, Relevanz statt Gefälligkeit – nun denn, liebe Republikanerinnen und Republikaner: Als unverbesserlicher Optimist bin ich (von Euch beharrlich «Verleger» genannter) Genossenschafter, Abonnent und Leser. Mein hoffnungsfrohes Wort in Euer Ohr!

 
 
 

Festival of Digital Narratives

Eine kleine Geschichte digitalen Erzählens: In der Eröffnungs-Keynote zum Auftakt des «Festival of Digital Narratives» von Nordvision, dem Zusammenschluss aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der nordischen Länder, werde ich am 22. März in Helsinki die verschlungenen Wege abschreiten, welche die Medien in den vergangenen 20 Jahren gegangen sind. Viele davon erwiesen sich als Sackgassen: Immer noch teurere, technisch immer noch aufwändigere Multi-, Cross- und Transmedia-Banalitäten haben zur Genüge klar gemacht: Die zur Verfügung stehende Technik war stets nur dann von Belang, wenn sie Autorinnen und Autoren erzählen liess, was zuvor hatte ungesagt bleiben müssen.

Nach vielversprechenden multimedialen Anfängen von Arte («Gaza Sderot», 2009; «Prison Valley», 2010) und nach Indie-Produktionen wie «À l'abri de rien» (2011) setzte die New York Times mit «Snow Fall» (2012) dokumentarische Massstäbe. Heute, da Augmented, Mixed und Virtual Reality auf der Schwelle stehen, ist es Zeit, sich darauf zu besinnen, woraus die Aufgabe der Medien wirklich besteht: Nicht mit Technik zu klotzen, sondern vielmehr relevante, à fonds recherchierte Geschichten zu erzählen, die unter die Haut gehen – ob in Text, Bild oder Ton, ob auf Papier, Bildschirm oder in der VR-Brille, ist einerlei. More to follow.

 
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