Ohne Geld ist alles nichts

Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts: Ein weiteres Jahr voller Geldgeschichten für den Finanzblog der LGT-Gruppe ist ins Land gegangen. Vom Anschreiben, von Finanzkrisen, Migros-Wagen, Zöllen, dem Franken in Liechtenstein, dem Kerbholz im Mittelalter, dem Preis des Glücks, der Elefantengrafik, dem Eigenheim aus dem Katalog, dem NFC-Chip, von Berliner Panzerknackern, den Masseinheiten der Bronzezeit, dem Geldsegen von Pink Floyd und den Preisen Rembrandts: Geld ist nicht nur zum Zahlen da, sondern immer auch eine gute Geschichte wert.

Multimedia Night

Die Multimedia Night 2019 im Plaza Klub, Zürich, war eine denkwürdige Nacht. Aus einer Shortlist von zehn herausragenden studentischen Beiträgen, die in den zwei vergangenen Semestern auf der Plattform Digezz entstanden waren, haben das Publikum und eine Fachjury (Hannes Britschgi, Leiter der Ringier-Journalistenschule; Miriam Wassmer, stv. Leiterin Kommunikation von SBB Cargo; Nick Schneeberger, Alumnus, freischaffender Webentwickler und Lehrbeauftragter der Fachhochschule Graubünden) die vier Digezz-Awards verliehen: an die Mediensatire Sparprogramm.FM, das automatisierte 24/7-Radio, das sein Musik- und Nachrichtenprogramm gleich selber macht; an We Truly, das scharfzüngige, hoch ästhetische Magazin der Ex-Freunde; an das dokumentarisch-poetische Projekt Wir haben geträumt mit den Fresken des Churer Künstler Robert Indermaur - und an die Kleinkunstkabühne, einem telefonzellengrossen Kleintheater mit eigenständigem Veranstaltungsprogramm im Hof des Berner Kulturzentrums Progr.


«Mr. Digezz» auf der Bühne des «Plaza Klub» Zürich. (Bild: Julia Huber)

Es sind Projekte wie diese, die den Ruf des Studiengangs Media Engineering/Multimedia Production der Fachhochschule Graubünden und der Hochschule der Künste Bern begründen. Aber tatsächlich tun sie mehr als das: Sie nehmen vorweg, wie die Zukunft von Medien und Kommunikation aussehen kann.

Gloria, halleluja!

Die «Latin Jazz Mass» des in der Schweiz lebenden deutschen Komponisten Martin Völlinger ist ein sehr besonderes Werk: Eine Messe für gemischten Chor und Jazzquartett, in den unterschiedlichsten Rhythmen und Stilen – von Salsa, Samba, Bossa Nova und Rumba bis hin zu Gospel und Funk. Der Freiburger Chœur Symphonique, begleitet von Michel Weber (ts), Véronique Piller (p), Istvan Varga (dr) und mir am Bass, hat die «Latin Jazz Mass» – und dazu «Heaven» sowie «The Shepherd (Who Watches Over the Night Flock)» aus dem zweiten «Sacred Concert» von Duke Ellington – in der Freiburger Église Notre Dame aufgeführt. Eine Standing Ovation des den Offbeat klatschenden Publikums und ein begeisterter Kritiker der Freiburger «La Liberté» waren Lohn genug.

Vor 40 Jahren Cellist im Stadtorchester Solothurn, heute Blues-, Soul- und Jazzchorbassist: Gloria, halleluja!


Blues Green, Sous-sol, Fribourg, 24. Mai 2019. (Bild: Patrick Caloz)

 
 
 
 
 
 

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Michel Weber (ts), Véronique Piller (p), Istvan Varga (dr), Thomas Weibel (b): «Heaven» (Duke Ellington, Sacred Concert No. 2, mp3), Église Notre Dame, Fribourg, 17. November 2019.

#glamhack20

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Der 6th Swiss Open Cultural Data Hackathon wird am 5. und 6. Juni 2020 an der Fachhochschule Graubünden (FHGR) in Chur stattfinden. Heute findet in Zürich die offizielle Kickoff-Veranstaltung der Arbeitsgruppe OpenGLAM von Open Data Schweiz, der FHGR, des Schweizerischen Nationalmuseums, des Schweizerischen Sozialarchivs und der Zentralbibliothek Zürich statt. Bisherige Hackathons, Beteiligung von Institutionen, Motivation der Studierenden, Pre-Events und Vorschau auf mögliche neue Glamhacks: Auch die sechste Ausgabe des Schweizer Kulturdaten-Hackathons wird von sich reden machen.


Kulturdatenhacker unter sich: Gruppenfoto am 5th Swiss Open Cultural Data Hackathon, 6.-8. September 2019 in Les Arsenaux, Sion. (Bild: Charlotte Mader/Infoclio)

 

Doppeltes Spiel

Spione sind durchaus treu – bloss nicht dem Land, in dem sie leben. Aber es gibt Agenten, die kennen mehr als eine Loyalität: Doppelagenten spionieren gleich in beide Richtungen – für und gegen die eine wie die andere Regierung. Von Mata Hari bis Kim Philby, von Alfred Redl bis «Bambi»: Ein Ausflug ins Halbdunkel geheimdienstlicher Scharaden.

 

Dieser Text entstand im Auftrag der LGT-Bankengruppe, Vaduz, und ist im Oktober 2019 im Magazin «Credo» erschienen.

 
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