Ausser Rand und Band

Wenn Kinder oder Haustiere herumtoben, als gäb’s kein Morgen mehr, dann, so sagt man, sind sie «ausser Rand und Band». Die Redensart aber hat mit Herumtoben nichts zu tun, sondern stammt vielmehr von einem uralten Handwerk ab. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Pionierparkuhr

Pionierstadt am Rheinknie: Die erste Parkuhr Europas wurde 1952 in Basel aufgestellt, wo sie weniger Geld einbringen als vielmehr Dauerparkierende aus der Stadt verbannen sollte. «Die Möglichkeit, durch Einführung des Parkingmeters in den vom ruhenden Verkehr überlasteten Innenstädten bessere Verhältnisse zu schaffen, hat etwas Bestechendes an sich», konstatierte der damalige Chef der Verkehrsabteilung der Stadt Basel, Adolf Ramseyer, und bewilligte die Montage der ersten Parkuhren auf europäischem Boden.

Über die Geschichte der Parkuhr hatte ich bereits im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums geschrieben – und gestern nun mit Radio Basilisk gesprochen.

 
 
 
 
 
 

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Dieser Beitrag (mp3) wurde am 13. November 2024 in der Morgenshow von Radio Basilisk ausgestrahlt.

Metons Mond

«Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar», pflegten wir mit Matthias Claudius zu singen. Die verschiedenen Gestalten des Erdtrabanten haben den Menschen immer schon fasziniert, und bereits im alten Babylon kam man ihren Gesetzmässigkeiten auf die Spur: 19 Jahre entsprechen fast genau 235 synodischen Mondmonaten (von Neu- bis Neumond). Dieser sogenannte metonische Mondzyklus ist nach Meton von Athen benannt, einem griechischen Mathematiker im 5. Jh. v. Chr.

Dreihundert Jahre später, im antiken Griechenland des 2. Jh. v. Chr., gelang es Astronomen und Ingenieuren, den metonischen Zyklus zu mechanisieren - im Mechanismus von Antikythera ist ein Getriebe enthalten, das eine erstaunlich genaue Simulation der Mondzyklen erreicht. Mein Projekt «Meton» besteht aus einem von diesem antiken Getriebe inspirierten virtuellen Mechanismus, der mittels Zahnradübersetzungen den synodischen Zyklus abbildet und so die aktuelle Mondphase simuliert. Buttons erlauben das Berechnen von Neu- und Vollmonden in Vergangenheit und Zukunft. Über den Meton-Zyklus und die Webapp «Meton» habe ich im Blog der Fachhochschule Graubünden geschrieben.

Was Matthias Claudius wohl dazu sagen würde? «Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön!»


Der virtuell mechanische Mondphasenrechner «Meton».

 

Toast

Wir sitzen beim Frühstück mit Kaffee, Butter und Marmelade – und vielleicht mit frischem Toast. Ob dunkel oder hell, ob weiss oder Vollkorn: Der Toast hat eine bewegte Geschichte, und die ist viel länger als die des elektrischen Toasters. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Notgroschen

Das Geld liegt auf der Bank, und wer etwas braucht, hebt es ab, am Schalter, am Geldautomaten oder digital. Was heute das Sparkonto ist, hiess in alten Zeiten «Notgroschen». Und der ist so aktuell wie eh und je. Mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Nagel

Wenn jemand vollkommen recht hat, dann hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Nagel ist ein jahrtausendealtes Kulturgut. Was er mit Rechthaben zu tun hat – mein neuer Beitrag auf Radio SRF 2 Kultur.

 

Glamhack mal 10

Nicht ahnend, was mich an diesem allerersten Swiss Open Cultural Data Hackathon erwarten würde, betrat ich Ende Februar 2015 die Nationalbibliothek in Bern. Es sollte ein nachhaltiges Erlebnis werden: Bereits zum zehnten Mal habe ich dieses Jahr am sogenannten «Glamhack» teilgenommen.


Der Mechanismus von Antikythera, Nachbau in Virtual Reality.

In der Luzerner Zentral- und Hochschulbibliothek habe ich zusammen mit der Archäoastronomin Prof. Dr. Rita Gautschy meinen Nachbau des Mechanismus von Antikythera komplettiert. Ein Slider erlaubt das Ein- und Ausblenden des wichtigsten erhaltenen Fragments, in dem sich rund 30 erhaltene Präzisionszahnräder verbergen, und einer mechanisch korrekt animierten Replika in Virtual Reality.


Das Cyanometer des Genfer Naturforschers Horace-Bénédict de Saussure als Webapp für Smartphones.

Mein digitales Cyanometer ist eine Hommage an den Genfer Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure, der 1789 ein wissenschaftliches Verfahren entwickelt hat, äquidistante Blautöne zu ermitteln. Daraus entstand ein Messgerät für das Blau des Himmels, das selbst Alexander von Humboldt begeistert hat, der bei seiner Besteigung des Chimborazo in Equador, des vermeintlich höchsten Gipfels der Erde, ein Cyanometer mitführte.

Glamhack mal zehn: Auch die Ausgabe 2024 in Luzern wird nicht meine letzte gewesen sein.

 
 
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