Offene Daten

Am 27./28. Februar 2015 fand in der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern der erste Schweizer Kulturdaten-Hackathon statt, und seither war ich als Hacker jedes Jahr mit dabei. Der «Glamhack» (englisches Akronym aus galleries, libraries, archives, museums) bringt Programmierer, Künstlerinnen, Vertreter von Gedächtnisinstitutionen, Designerinnen, Informationswissenschaftler, Historikerinnen und ein digital-affines Publikum zusammen und will den Beweis antreten, dass sich mit offenen Kulturdaten kreative, nützliche und intelligente Anwendungen erstellen lassen. Eine ganze Reihe von Projekten habe ich in diesem Rahmen bereits realisiert.

Am 30. November 2018 verabschiedete der Bundesrat die «Open Government Data»-Strategie für die Jahre 2019–2023. Diese sieht vor, dass nach zahlreichen Kulturinstitutionen nun auch die Bundesverwaltung ihre Daten zur freien Nutzung veröffentlicht; ausgenommen sind lediglich Bestände, bei denen ein «legitimes Schutzinteresse» überwiegt, etwa in Bereichen der öffentlichen Sicherheit oder beim Datenschutz.


Die gesamte Schweiz in 3D: Ansicht vom Lungernsee (untere Bildschirmmitte) nach Osten. (Modell: Thomas Weibel, Daten: Swisstopo)

Seither werden schrittweise grosse Datenbestände publiziert – seit dem 1. März 2021 Jahres zum Beispiel sind sämtliche Geodaten des Bundesamtes für Landestopografie frei erhältlich. Mit diesen Daten, darunter dem digitalen Höhenmodell und der topografischen Landeskarte lässt sich die Schweiz in 3D detailliert nachbilden – im Massstab 1:1 und dennoch, mit einigen Kniffen, nur 114 MB klein (.glb, Download). Auf dass noch viele Anwendungen wie mein Projekt «swisspeaX» entstehen mögen.