Geld regiert die Welt

Geld regiert die Welt, sagt man. Und doch machen wir uns über kaum etwas weniger Gedanken als über das liebe Geld. Dabei gäbe es so vieles, über das nachzudenken sich lohnte: Seit sechs Jahren schreibe ich für den Finanzblog der LGT-Bankengruppe Monat für Monat Geschichten über die zahllosen Seiten des Geldes. Allein dieses Jahr waren es Anschreiben lassen, Finanzkrisen und Populismus, die Migros-Wagen, Zölle und Konkurrenz, den Liechtensteiner Franken, das Kerbholz, den Preis des Glücks, die Elephant Chart und das Eigenheim aus dem Versandhauskatalog: Geld ist nicht nur zum Zahlen, sondern auch zum Staunen da.

 

Weibel, Thomas (2017): Bare Münze – Gallier und heilige Gänse: Was es über Geld zu wissen gibt (eBook). Basel: Verlag Johannes Petri.

Die Videoreporter sind los

Die Jugendreporterinnen und -reporter sind los: Im Rahmen des Forschungsprojekts «Leonardo multimedial» der HTW Chur und der Hochschule der Künste Bern und in Zusammenarbeit mit dem Verein «Jurep 2.0» bilden Multimedia-Studierende Thuner Kinder im Filmen und in Videobearbeitung mit dem Smartphone aus. Die Kinder und Jugendlichen, die im Rahmen des Thuner Ferienpass-Angebots den Video-Grundkurs besucht haben, sind mit Feuereifer dabei: Bis zum 8. August entstehen täglich neue Videoreportagen, die auf Youtube und Instagram veröffentlicht werden. Vom Brieftaubenzüchter zur Solar-Grossanlage, vom Softwareentwickler zum Schlossmuseum: Von diesen jungen VJs wird noch einiges zu sehen und zu hören sein.


Die angehenden Jugendreporterinnen und -reporter und ihre Coaches im Ausbildungscontainer auf dem Thuner Aarefeldplatz.

Neue Adresse

Thomas Weibel Multi & Media hat eine neue Adresse: Realpstrasse 55, 4054 Basel, Schweiz. Genauer: im Raum mit dem markanten Jugendstilerker. Ein Büro im Basler Bachlettenquartier, mit prachtvollem Eichenparkett, Deckenstuckaturen, drei Meter hoch, im Haus, in das vor 107 Jahren Dr. Fritz Schäublin, Rektor des Humanistischen Gymnasiums Basel, und seine Frau Anna Schäublin-Bauer eingezogen waren und das zuletzt als Pfarrhaus diente: Ein Ort mit Geschichte.


Realpstrasse 55 (links), ca. 1938. (Bild: Staatsarchiv Basel-Stadt, Fotoarchiv Wolf)

Blaugrün

24. Mai 2019, a night to remember: Blues Green live im Freiburger Stadtclub «Sous-sol». Damn Your Eyes.

Raus aus dem Museum II

«Raus aus dem Museum»: Die Zukunft digitaler Kulturvermittlung gehört den Kulturdaten-Hackathons, Bootcamps, Codecamps, Coding Contests, Roadshows, in Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten, mit Künstlerinnen und Codern. Plattformen wie «Coding da Vinci» in Deutschland oder der Swiss Open Cultural Data Hackathon in der Schweiz sind Wundertüten, an deren Ende unerwartete, verblüffende Performances oder Prototypen stehen, die sich zuvor niemand hätte vorstellen können.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der MAI-Tagung 2019 («museums and the internet») des Landschaftsverbandes Rheinland in Düsseldorf waren ein ebenso aufmerksames wie begeisterungsfähiges Publikum. Auf dass Kultur-Hacks wie mein jüngstes Game «Letterjongg» bald eine museale Heimat finden mögen!

«Raus aus dem Museum!» (pdf): Kurzinterview mit Museumsfernsehen.de. (Video: Mai-Tagung/Thomas Wagensonner)

Update, 21. Mai 2019: Wer sich selbst ein Bild machen will – die Bloggerinnen Tanja Neumann und Anke von Heyl sorgen für jede Menge Lesestoff.

Magische Quadrate

Beim (erfolglosen) Versuch, eine eigene Version des Zahlenspiels «Sudoku» zu programmieren, bin ich vor Jahren auf die sogenannten «magischen Quadrate» gestossen, Quadrate aus 32, 42 oder mehr Zahlenfeldern, deren Zeilen, Spalten und Diagonalen stets dieselbe «magische» Summe ergeben. Ein ganz besonders vertracktes Zahlenquadrat des Malers und Mathematikers Albrecht Dürer aus dem Jahr 1514 in dessen rätselhaftem Kupferstich «Melancholia I» – mit der magischen Summe 34 – hat gar Kunstgeschichte geschrieben. Ein Kurzbeitrag darüber hat es ins Programm von Radio SRF 2 Kultur, in meinen Blog «100 Sekunden» und schliesslich in mein Büchlein «Takeaway» geschafft.


Detail aus dem Meisterstich «Melancholia I» Albrecht Dürers (1471-1528). (Ausschnitt: Wikimedia)

Inspiriert vom Inder Srinivasa Ramanujan (1887-1920) und dessen magischem Quadrat hat der Schweizer Mathematiker Hansruedi Widmer eine Methode entwickelt, magische Quadrate zu konstruieren, deren erste Zeile (etwa durch ein Geburtsdatum) gegeben ist. Dieses hier, von Widmers Hand und mit der «magischen» Summe 101, trägt mein Geburtsdatum. Mathemagie.


Magisches Quadrat für den 12. 8. 1962: Die Felder einer jeden Farbe ergeben stets die «magische» Summe von 101.

Raus aus dem Museum I

Digitalisieren war gestern: Bibliotheken und Museen, die ihre Bestände in digitaler Form erfassen, sind noch längst nicht im Informationszeitalter angekommen. Daten sind nämlich bloss Daten und noch lange keine Information, geschweige denn Wissen. Dazu braucht es neue Kontexte und neue Anwendungen. Zum Beispiel Games, online und auf dem Smartphone; je verquerer, desto besser. Denn Games können viel mehr als bloss unterhalten: Games lassen die Menschen in reale und virtuelle Welten eintauchen. Sie sind Bühnen der Imagination, und sie sind Kunst.

Daher: Daten raus aus den beschaulichen Musentempeln und rein in die wilden Hackdays. Kooperationen mit Entwicklern, Gamedesign- und Kunsthochschulen, Online-Competitions und Kulturdaten-Roadshows, Aus- und Weiterbildungscamps – und vor allem Gamification: Die Kulturdaten und Computergames sind der Nährboden für eine neue Digitalkultur. Erste Schösslinge habe ich, bereits zum zweiten Mal, in einer Session an der re:publica in Berlin gegossen.

«Raus aus dem Museum!»: Session im Rahmen der re:publica auf Stage L im Deutschen Technikmuseum. (Video: re:publica, CC BY-SA)

 
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