Leonardo multimedial

Die Wissenschaft steht vor einem Problem: Sie ist darauf angewiesen, mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren, die sie finanziert. Diese Kommunikation aber verliert zunehmend ihr Publikum: Besonders nicht-wissenschaftsaffine Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen und denen die Wissenschaft durchaus berufliche Perspektiven aufzuzeigen vermöchte, nutzen keine der althergebrachten Kanäle. Das Forschungsprojekt «Leonardo multimedial» nimmt sich dieses Problems an. Als Teil eines Teams von Multimediaproduzenten und Sozialwissenschaftlern habe ich vor, die Unbefangenheit und das Geschick Jugendlicher im Umgang mit neuen Technologien in den Dienst der Wissenschaftskommunikation zu stellen.

Jugendliche sollen mit ihren eigenen Geräten (Handys, Tablets, Notebooks) nach dem Prinzip «Bring your own device» multimediale Wissenschaftsreportagen produzieren und innerhalb ihrer jeweiligen Peer-Gruppen verbreiten. Kurse, Praxisübungen und Coaching sollen sie zu Videoreportern machen, die Forschung in Form eigener Clips thematisieren und über ihre eigenen Social-Media-Kanäle Eltern, Geschwistern, Kolleginnen und Freunden näher bringen. Auf diese Weise will das durch die Gebert-Rüf-Stiftung finanzierte Projekt Jugendliche für multimediales Produzieren ebenso begeistern wie für die Vielfalt wissenschaftlicher Forschung in der Schweiz.

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